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Historie

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Die sehr wechselhafte Geschichte des Deutschen Haus geht bis ins Jahr 1453 zurück, lange bevor Columbus Amerika entdeckte und Martin Luther seine These formulierte. Über die Jahrhunderte hinweg hielt das Haus allen geschichtlichen Stürmen, von der Pest über den 30-jährigen Krieg bis zum 2.Weltkrieg stand. Hier finden sie nun einen kurzen Überblick über die traditionsreiche Geschichte des Haus.

1453 – 1889 (Reformation, 30-jähriger Krieg, Napoleon, Preußen…)
Das (heutige) Deutsche Haus Schöningen wurde im Jahre 1453 gegründet, damals unter der Bevölkerung als “Niedernkrug” oder auch “Osterndorfkrug” bekannt. “Krug” war hierbei lediglich ein gängiger Begriff für Schenke oder Gaststätte und “Ostendorf” bezog sich auf das damalige Dorf Ostendorf (welches seit dem 18.Jhr. zur Stadt Schöningen gehört), bzw. “Niedern-” auf die Lage des Krug (da er im “niederen” Dorfe lag/liegt – noch heute führt die Niedernstraße direkt vor die Tore des Deutschen Haus). Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Gaststätte bis in die 1750er Jahre keinen offiziellen Namen trägt.

Der erste Besitzer oder Wirt des Deutschen Haus lässt sich heute leider nicht mehr genau ermittlen. Da es damals allerdings einer herzoglichen Erlaubnis bedurfte, um den Schankbetrieb aufzunehmen (und dies äußerst selten geschah), lässt sich die Aufnahme des Schankbetriebes aufgrund der Dokumente auf 1453 festsetzen.

Die früheste urkundliche Erwähnung des Schankbetriebes gibt es im Jahre 1547 im “Erbregister des Hauses und Amtes Schöningen“. Dort steht geschrieben:

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Somit lässt sich vermuten, dass dies auch vorher bereits der Fall gewesen ist und die Gaststätte sich mindestens seit 1453 im herzöglichen Besitz und Schankbetrieb befand. Aus denselben Unterlagen geht im Jahre 1568 ebenfalls der erste namentlich bekannte Schenker des Krugs hervor, der Curt Steffens hieß, der als Pacht zum Michaelis-Feiertag 1 Reichsthaler, zu Weihnachten 2 Reichthaler und zu Ostern 1 Reichsthaler an den Herzog von Braunschweig entrichten musste. Bereits 1570 wechselte der Besitzer (aus unbekannten Gründen) und war nun Johann Gebhart.

1621 überschrieb die verwitwete Herzogin Elisabeth von Braunschweig den Krug für 5 Gulden Krugzins und 20 Thaler Dienstgeld an Heinrich Steinbrink, der ihn fortan bewirtschafte. Erst 1647 ist weiteres über den Krug bekannt. Der neue Schenker Matthias Sievert (†1697) stand das außergewöhnliche Recht zu die Schöninger Schützen auch außer Haus zu bewirten. So steht geschrieben:

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Nach Sieverts Tod folgte ihm Adam Dröge bis 1704 als Schenker. Sein Nachfolger war der Krüger Siemann. Der Schankbetrieb existiert nun seit mindestens 260 Jahren, allerdings lässt sich ein eigener, eingetragener Name noch immer nicht ausmachen. 1728 noch schrieb Cuno in seiner “Memorabilia Scheningensia”:

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1736 übernimmt Christoph Ernst Krüger den Krug, welcher allerdings bereits 1749 durch Andreas Wiehe abgelöst wird. In den 1750er Jahren erhält der Krug wohl auch seinen ersten offiziellen Namen, der anfangs “Neue Krug” und dann “Niedere Krug” hieß. Ebenfalls der Name “Krug zum Elephanten” fällt desöfteren und wird von späteren Besitzern auch wieder aufgegriffen.

Am 23.Oktober 1766 wird das Ostendorf durch die “Civiljurisdiction” mit der Stadt Schöningen vereinigt. Die Stadt Schöningen, Eigentümer des Krugs, verpachtete diesen bis Johanni 1768 an Peter Matthias, um den Krug dann im selben Jahr für 1500 Reichsthaler an Ludwig Bosse, Besitzer des “Fährturms” (ehemalige Gaststätte) vor Hötensleben, endgültig zu verkaufen.

In den folgenden Jahren wechselte der Besitzer des Kruges ständig bis der Schlachter Joachim Andreas Böhmer 1806 den Krug übernahm und ihn bis zu seinem Tode am 02.10.1813 bewirtschaftete. Nach seinem Tod führte seine Frau den Betrieb bis 1819 weiter. Die Gaststätte trug nun auch fortan den festen Namen “(Gasthof) Zum Elephanten”. 1822 übernahm der Gärtner Jacob David Pée die Gaststätte, welche nach seinem Tod 1844 an seinen 16-jährigen Sohn Andreas Robert Pée überging. Dieser konnte die Gaststätte nicht halten und verkaufte diese 1847 an Karl Hohmann, welcher bereits drei Jahre später verstarb.

Der nachfolgende Eigentümer, Andreas Ballaun, ließ 1858 ein (damals) massives zweistöckiges Gebäude neben der Gaststätte errichten, welhes heutzutage u.a. den Eingang zum Gründersaal bildet. 1863 kaufte Theodor Wendt das Grundstück und errichtete den Gründersaal, der noch bis heute der größte Veranstaltungsort in ganz Schöningen ist. Pfingsten 1874 errichtete er zusätzlich einen Biergarten, auf dessen Gebiet sich heute der Garagenhof, die Fremdenzimmer, sowie eine Bundeskegelbahn befindet.

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Der Name des Gasthofs war fortan auch Deutsches Haus, was als Auszeichnung angesehen wurde, denn nur Gaststätten von herausragender Bewritschaftung durften sich als ein deutsches Haus (daher nach deutschen Standard und Gründlichkeit) nennen. Nachfolger von Theodeor Wendt wurde sein Sohn Otto, der allerdings in Konkurs geriet und das Grundstück verkaufen musste.

1889 – 1930 (Kaiserreich, 1.Weltkrieg, Weimarer Republik)
Julius Bosse, Kaufmann aus Braunschweig und Ur-Großvater vom heutigen Besitzer Albrecht Haage Jr., erwarb das Deutsche Haus 1889 für 106 000 Reichsmark und baute mehrere Gebäude an, u.a. den Weißen Saal. Als eigentlicher Betreiber wollte er allerdings (noch) nicht in Erscheinung treten und so wurde das Gastgewerbe durch mehrere Pächter bis 1902 betrieben. Seit 1889 befindet sich das Deutsche Haus nun also im direkten Besitz der Familie Haage.

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1902 betrieb Julius Bosse das Gastgewerbe persönlich und vermachte es 1904 seinem Schwiegersohn Richard Poser, der es endgültig weit über die Stadtgrenzen von Schöningen bekannt machte. Sogar eine eigene Sonntagszeitung wurde für die Gäste des Deutschen Haus gedruckt.

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Während des ersten Weltkrieges (1914 – 1918) diente das Deutsche Haus als Reservelazarett der kaiserlichen Armee.

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Am 6.Juni 1929 konnte Richard Poser sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum verkünden. Es sollte sein letztes Jahr als Wirt des Deutschen Haus sein, bevor er es seiner jüngeren Generation übergab. Gerüchten in der Stadt zu folge, sollte das Deutsche Haus geschlossen werden…

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…allerdings entsprach dieses natürlich nicht der Wahrheit, sondern…

1930 – 1952 (2.Weltkrieg, Nachkriegszeit, Flüchtlingsströme, Besatzung…)
1930 übertrug Richard Poser das Deutsche Haus seinem 27-jährigen Schwiegersohn, Albrecht Haage Sen., der bereits als Gastwirt in Jerxheim und Warberg tätig war. Er richtete u.a. auf dem Vorhof des Deutschen Haus eine der ersten Tankstellen Schöningens ein.

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Die schweren Kriegsjahre, die 1939 folgten, zogen natürlich auch am Deutschen Haus nicht vorbei und so musste Albrecht Haage Sen., wie Millionen anderer Deutsche, den Dienst an der Waffe leisten und geriet 1945 in russische Kriegsgefangenschaft. Im selben Jahr wurde das Deutsche Haus von Mai bis August 1945 von der amerikanischen Militärbehörde beschlagnahmt und als Truppenunterkunft, sowie Kontrollbasis der US-Streitkräfte genutzt.

Den Abzug der amerikanischen Truppen folgten die Flüchtlingsströme aus Ost-Deutschland, vornehmlich aus Schlesien, und so diente das Deutsche Haus vielen Schlesiern über 7 Jahre hinweg, bis 1952 als neues Zuhause.

Die Schöninger Bürger vermissten sehnlichst das Deutsche Haus als Erholungs- und Unterhaltungsort…

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1952 – 1987 (Wirtschaftswunder, innerdeutsche Grenze, deutscher Herbst…)
1952 wurde das Deutsche Haus von Grund auf neu renoviert und Albrecht Haage Sen. konnte voller Stolz die Neueröffnung, die das Haus auf den neusten technischen Stand brachte, verkünden:

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In den folgenden Jahren wurden unzählige Feierlichkeiten und Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Deutschen Haus abgehalten. Von Rockkonzerten (u.a. Scorpions) über Festbälle bis hin zu internationalen Boxmeisterschaften:

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Das Deutsche Haus war wieder der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Schöningen und erfreute über alle Generationen hinweg die Schöninger.

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Des Weiteren wurde von 1953 bis Ende der 1960er Jahre der Hotelbetrieb um eine der damals modernsten Bundeskegelbahnen erweitert, sowie ein Garagenhof und neue Fremdenzimmer errichtet.

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In den 1970ern produzierte der WDR eine Doku-Reihe über Stammtische im (damaligen West-)Deutschland. Als Teil dieser Reihe wurde der Donnerstags-Stammtisch des Deutschen Haus gefilmt und interviewt. 1980 wurde der Weiße Saal des Deutschen Haus quasi zweckentfremdet und beherbgte zeitweilig unzählige Monatgearbeiter, die das Kraftwerk Buschhaus errichteten.

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Bis 1987 war Albrecht Haage Sen. nicht nur einfach Besitzer, sondern auch aktiver Wirt des Deutschen Haus. Bis zu seinem 84.Lebensalter stand er hinter der Theke und bediente stolz die Kundschaft.

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1987 verstarb Albrecht Haage Sen. und sein Sohn, Albrecht Haage Jr. übernahm den Hotel- und Gaststättenbetrieb.

1987 – heute (Computer, Wiedervereinigung, Millenium…)
Ab 1987 führte Albrecht Haage Jr. zusammen mit seiner Frau Gabriele Haage das Unternehmen fort und baute es aus. So wurden Anfang der 1990er Motelzimmer eingerichtet und anliegende Gebäude erworben und renoviert.

In den 80ern wurde das Deutsche Haus exklusiv von den amerikanischen Streitkräften für deren Verpflegung und auch Unterbringung des hochrangigen Militärpersonals ausgewählt. Dafür wurde das Deutsche Haus sogar von der amerikanischen Kommandatur als “Partner in Friendship and Peace” ausgezeichnet.

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In den 90er Jahren setzte das Deutsche Haus seine Tradition fort und bot zahlreichen Festivitäten von Modeschauen des traditonsreichen Modehauses Tessin über Silvesterbälle bis hin zu Rockkonzerten einen Rahmen.

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Auch das Fernsehen wurde auf das Deutsche Haus aufmerksam und so drehte Hape Kerkeling für seine ARD-Abendshow “Total Normal!” im Deutschen Haus. 1997 filmte der deutsch-französische Kultursender ARTE im Rahmen einer Dokumentationsreihe in den Räumlichkeiten des Deutschen Haus und 2003 realiserte Holger Jahnke einen Teil der Dokumentation “Grenze” vor der einmaligen Kulisse des Gründersaals.

…und nicht nur Menschen besuchten das Deutsche Haus, sondern auch Dickhäuter, die dem alten Namen des Hauses, “(Gasthof) Zum Elefanten”, aus dem 19.Jahrhundert alle Ehren machten…

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Die Geschichte des Deutschen Haus ist hier natürlich noch lange nicht beendet und bereits eine neue Generation macht sich an um das traditionsreiche Erbe fortzuführen und durch ein neues Jahrhundert zu geleiten.

Hotel- als auch Motelzimmer stehen ihnen für Rast und Ruh zur Verfügung.

Ob Jubiläen, Hochzeiten oder Konfirmationen – Festivitäten jeder Art können bei uns gefeiert werden.

So einfach und schnell finden sie zu uns!

Besuchen sie unser Partner-Restaurant, das Kurhaus, direkt am Stadtpark Schöningen.

Ein Überblick auf die über 555-jährige Geschichte des Hotels Deutsches Haus Schöningen.

Hier finden sie zahlreiche Presseberichte von 1889 bis zum heutigen Tage, sowie Informationen zu Film- und TV-Produktionen in unserem Haus.

Erfahren sie mehr über Schöningen, die Stadt der Speere und der liebenswürdigen Stadt am Elm!

Erfahren sie mehr über die “Schöninger Speere”, die bisher ältesten und vollständig erhaltenen Jagdwaffen der Menschheit.